Nerds sind immer auch Bastler. Im gegenständlichen Fall ging es an das Gewerkel um ein Absturzproblem meiner total überzüchteten (zumindest für mein nicht sehr nerdiges Office-Gehäuse
) Grafikkarte zu beseitigen. Die Ursache suchte ich in thermischen Problemen, außerdem war der Kühler mit der Zeit sehr laut geworden. Also eine Aktion Lüftertausch, ein wenig ins Blaue hinein. Blau spielt bei dieser Aktion übrigens eine wichtige Rolle 
Ich kaufte also beim lokalen Händler meines Vertrauens einen wohlfeilen Kühler einer ebenso renommierten Kühlerfirma ein. Das Modell paßt angeblich für meine tolle GraKa. Euphorisch nach Hause damit, und erst einmal ausgepackt:
Das sah ja alles schon mal sehr wichtig aus. Vor allem absolut cool fand ich die kleinen blauen Passiv-Kühlkörper für die RAM-Chips. der Standardkühler auf meiner Karte war ein großes Stück Metall, welches über alle Chips reichte, würden diese kleinen blauen Wunder da mithalten können? Egal, wir müssen da jetzt durch: gekauft ist gekauft und wird daher auch eingebaut!
Als nächstes schraubte ich die Grafikkarte mal aus dem PC raus. Total eng in dem Gehäuse, bin gespannt, ob ich die da wieder reinkrieg!
Okay, also mal in RUhe die Anleitung lesen. Das Korpus delicti vor der Operation:
Ja es ist noch eine AGP-Karte. Flori der Nerd wird sich auch noch lange kein neues System leisten. Wozu auch? Es lauft ja eh alles so halbwegs. Natürlich schaue ich mir manchmal geknickt Benchmarks von neues Systemen an. Ein neuer Prozessor täte mir gut, doch das führt unweigerlich zu einem Totalumbau des gesamten Systems. Durch die beschleunigte Kaputtmachung sämtlicher Standards am Motherboard kann ich mir dann gleich einen neuen PC kaufen. Aber aufgeben? Never!
Befreien wir mal die Grafikkarte vom alten Lüfter. Das sieht dann so aus wie im folgenden Bild. Aha, wir kleben schon eifrig die Kühlkörper auf. Doch was muß mein Holzauge entdecken? Das darf doch nicht wahr sein: Ich habe eine GraKa mit viel zu vielen RAM-Chips! Ich hab verdammt nochmal viel zu WENIGE blaue Wunderwürfel! Shhhh......
Kurze Beruhigung. Was machen wir da? Aha, Idee, wenn das Teil nur die Hälfte von dem hält, was es verspricht, müßte es auch reichen, je zwei RAM-Chips nur einen Kühlkörper aufzukleben. Klasse improvisiert, wenn was passiert, dann kann ich wenigstens einen schönen Wandschmuck daraus machen....
Na gut nach eifrigem Kleben der 50:50-Lösung sah das Ganze dann aus wie im Bild. Man muß dazu sagen, daß die Kühlkörper ein wenig Haftungsprobleme hatten. Angeblich laut Anleitung härtet der Kleber aus. Na hoffentlich, mir fielen während der Montage immer wieder welche runter....
Die Montage des eigentlichen Kühlers ging dann eher unspektakulär vonstatten. Ich muß zugeben, das Montagesystem ist sehr ausgereift. Kein Wunder, die haben sicher am Anfang einige Rückschläge einstecken müssen, aber mittlerweile gibt es hier nichts zu klagen. Die Anleitung ist auch supi eindeutig verfaßt, alles in allem keine halbe Stunde Bastelarbeit.
Das Ergebnis, ich entschuldige mich für die generelle Dunkelheit auf den Bildern, aber ich war zu euphorisch, als daß ich alles richtig belichtet hätte. Also ab in den PC damit. Und anschließen. Und wieder einen Kühlkörper nachkleben. Verdammt wenn die im Betrieb abgehen dann gibts aber nen ordentlichen Kurzen!
Hm einschalten alles da! Operation offenbar sehr erfolgreich!
Fazit
Es sieht bis heute alles sehr OK aus. Allerdings gab es mittlerweile 2x einen Hänge, der wieder ein wenig anders war als die, die ich vor dem Umbau hatte. Ich warte also mit Sorge auf den Sommer, wenns in dieser Wohnung wieder 30°C bekommt und sich die Kühlung echt bewähren muß, auch im harten CS:S-Einsatz...