Ach das Studentenleben ... Unendlich Ferien, lange schlafen und sonst auch nicht viel zu tun ...
So stellen sich das auf jeden Fall viele Leute vor.
Andererseits gibt es dann Sachen wie das Labor in Analytische Chemie, dass ich jetzt mache. Da bekommen wir in insgesamt 14 Arbeitstagen verschiedenste Proben, bei denen wir dann herausfinden müssen, was sie enthalten.
Die Vorgehensweise, die für die ersten drei Proben erforderlich ist, nennt sich H2S-Gang. Es gibt also sieben Gruppen von chemischen Elementen, die unter bestimmten Voraussetzungen ähnliche Eigenschaften zeigen. Mithilfe dieser Eigenschaften kann man sie dann voneinander trennen, was den Einsatz von verschiedensten Säuren, Laugen und sonstigen Chemikalien erfordert.
Unter anderem dürfen wir - wie der Name ja bereits verrät - mit H2S spielen, voller Name Schwefelwasserstoff. Das ist einer der netten Stoffe, die den Geruch faulender Eier ausmachen. Daher wird H2S auch nur im Stinkraum in Kombination mit einer extremen Absauganlage verwendet. Was einige der netten Dämpfe natürlich trotzdem nicht davon abhält, sich ins Labor zu mogeln, was zu dem immer wieder aufwallenden Duft fauler Eier führt und die ohnehin schon anstrengende und oft frustrierende Arbeit noch schlimmer macht. Yay! ^.^v
Also sei dahingestellt, ob man als Außenstehender Studenten wegen ihrer unendlichen Freizeit und den langen Ferien beneiden soll, wenn man bedenkt, dass man dann auch unter diversen tollen chemischen Dämpfen und ewigem Protokoll führen leiden darf 
Katsumi