Das letzte Update von Windows Live Hotmail hat offenbar die Kompatibilität zu vielen älteren Browsern zerstört, und beinhaltet zudem eine Reihe von Fehlern. Die Usergemeinde wird seit 2. August vertröstet und ist verärgert - offenbar verlassen sich viele mit ihren kritischen Business-Emails auf einen Gratisanbieter. Was wollen sie eigentlich jetzt?
Wie unter http://www.theregister.co.uk/2010/08/10/hotmail_complaints_chrome_fix/ nachzulesen, gibt Microsoft wie so oft nur vage Infos preis, ob und wann das Problem behoben werden kann. Die Abhilfe, Google Chrome zu verwenden, hört sich dagegen sehr hilflos an. Offenbar ist auch Internet Explorer 8 keine Garantie für eine fehlerfreie Funktion.
So weit zum technischen Rahmen des Problems. Was mich viel mehr wundert: Wie können Menschen rund um den Globus (offenbar ein paar Hunderttausend zumindest) sich mit wichtigen, kritischen Mails auf hotmail verlassen? Wissen sie denn nicht, daß man in der Regel nur dann Sicherheit bekommt, wenn man auch bereit ist, dafür was springen zu lassen? Da ist sie wieder, die Abteilung Netzuser, die glauben, alles kann gratis sein, dabei fehlerfrei, sicher, und noch angenehm zu bedienen.
Leute, wacht auf. Die Welt ist ein globaler Marktplatz. Angebot und Nachfrage sind noch immer geltende Gesetze. Nur weil MS groß ist, und Hotmail ein Image-Produkt, heißt das nicht, daß Ihr Euch drauf verlassen sollt, was dort mit Euren Mails passiert. Deswegen war und werde ich immer ein Kritiker von Gratis-Services im Netz sein. Klar verwende ich sie auch, Google-Suche täglich, Google-Dokumente und Kalender gelegentlich. GMX-Adresse als Fallback. Aber der große Unterschied: Keine Daten dort reinfüttern, deren Nicht-Verfügbarkeit mich stressen könnte! Wer nicht bereit ist, einen Cent zu investieren, der kann auch nicht mit der Zuverlässigkeit rechnen. Punkt, das ist es. Nicht mehr und nicht weniger.
Und trotzdem haben diese Services eine Anziehungskraft, eine Ausstrahlung. Erklärt mir mal warum. Ich fand bis jetzt eher wenig Ansprache durch diese Dienste. Ich muß mir meistens dumme Werbung ansehen. Und wenn ich die dumme Werbung blocke, komme ich mir wieder schlecht vor. Manche der Dienste erlauben auch keine Werbeblocker. Naja.
Kommen wir zur bottom line: Inverstiert doch wenigestens 2,50 pro Monat in einen bezahlten Email-Dienst. Das ist kein Geld, und trotzdem wird sich der Service Provider anstrengen, es den (zahlenden) Kunden recht zu machen. No more pain!
F.
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